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![]() | HIV-Patienten sollen sich mit allen Kräften wehren |
Seit Oktober 2011 läuft ein Projekt, über das seit vielen Jahren heftig diskutiert wird: Stufe Eins der elektronischen Gesundheitskarte. Besser, billiger und transparenter für alle soll
sie unser Gesundheitssystem machen. Ein gutes Ziel – mit explosivem Potential. Denn der Plan, in Zukunft auch persönliche Krankheitsdaten in bundesweiten Computernetzwerken zu
speichern, wirft berechtigte Fragen nach Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre vor allem für HIV-Patienten auf. | |
![]() | Tatoo: HIV-Übertragungsrisiko nicht unterschätzen |
HIV wird vorwiegend sexuell und durch Blut, vorwiegend Spritzentausch, übertragen. Eine Mitteilung von ProMed warnt vor möglicher HIV-Übertragung durch Tätowierung bei
ungenügenden Hygienemaßnahmen in Bali. Bei der Mitteilung durch ProMed wird von einem Australier berichtet, der sich während einem Ferienaufenthalt auf Bali tätowieren ließ und
sich dabei mit HIV angesteckt haben soll. | |
![]() | Aids can talk. Teil 2 |
Admire Kamudzengerere und Cosmas Shiridzinomwa gehören zu einer neuen Generation zimbabwesischer Künstler, die in ihren Bildern auch Bezug zur aktuellen politischen Lage
nehmen. Shiridzinomwa, der im Rahmen der Ausstellung -Colour Africa 2011- zur Eröffnung nach München kam, meinte auf die Frage nach dem Risiko, politisch motivierte Kunst zu
machen: „Die Schergen Mugabes gehen nicht in Ausstellungen.“ | |
![]() | Warnlampen in Tansania |
Weniger als fünf Prozent resistente HI-Viren registrierte die WHO in vielen afrikanischen Staaten. Jetzt stellt sich heraus: Die wahre Zahl ist möglicherweise ein Vielfaches davon.
Das Epizentrum der weltweiten Aids-Epidemie liegt in Afrika südlich der Sahara – doch Besserung ist in Sicht. Seit einigen Jahren existieren in vielen Ländern des Kontinents
systematische Bekämpfungsprogramme, und die Situation für die Erkrankten verbessert sich vielerorts. Mit besserem Zugang zu modernen Medikamenten tritt allerdings auch hier ein
altbekanntes Problem auf: Der Erreger wird gegen die Medikamente unempfindlich. | |
![]() | Das war das Wissenschaftsjahr 2011 |
Die führenden Wissenschaftsjournale "Science" und "Nature" halten Rückschau. London/Washington/Wien - Was die wirklich großen Durchbrüche in der Wissenschaft des zu Ende
gehenden Jahres waren, lässt sich naturgemäß schwer sagen: In vielen Fällen ist es einfach noch zu früh, um sagen zu können, was Top ist oder womöglich doch noch zu einem
Flop wird. Und ob etwas Nobelpreiswürdiges dabei war, wird sich wohl erst in den nächsten Jahren sagen lassen. | |
![]() | Neue PEP-Richtlinie berücksichtigt Viruslast unter der Nachweisgrenze |
Großbritannien: Die Richtlinien zur Post-Expositions-Prophylaxe nach sexuellen Risiko-Situationen berücksichtigen in Großbritannien nun die Frage der Viruslast unterhalb der
Nachweisgrenze. In manchen Situationen kann auf eine PEP verzichtet werden. Die neuen britischen Richtlinien für Post-Expositions-Prophylaxe empfehlen nach sexuellen
Risiko-Situationen eine PEP zukünftig für eine Reihe von Situationen nicht mehr, falls die Viruslast des HIV-positiven Sex-Partners (‘Index-Person’) unterhalb der Nachweisgrenze
liegt. | |
![]() | Rituximab verlängert Überleben bei HIV und Lymphom |
HIV-Positive, die an einem Aids-bezogenen Lymphom erkrankt sind, profitieren davon, wenn die Standard-Chemotherapie um Rituximab ergänzt wird. Dies zeigen vorab online
publizierte Daten einer deutschen Forschungsgruppe. Forscher berichten im Journal AIDS über eine unkontrollierte multizentrische Beobachtungsstudie an HIV-Positiven (92%
Männer, durchschnittlich 205 CD4-Zellen bei Lymphom-Diagniose) mit Lypmphom (ARL, Aids related lymphomas), die zwischen Januar 2005 und Dezember 2008 in Deutschland
durchgeführt wurde. | |
![]() | Wie das Virus in die Zelle kommt |
Damit sich das Aidsvirus vermehren kann, muss es in den Kern der befallenen Zelle vordringen. Wie das geschieht, war bisher nicht bekannt. Nun liefern britische Forscher neue
Hinweise. Um in den Kern der befallenen Zelle vorzudringen, koppelt sich das Aidsvirus HIV an ein Protein aus seiner Wirtszelle. Nur so gelangt der Erreger durch jene Poren, die das
Innere des Zellkerns mit seiner Umgebung verbinden. Das berichtet eine Gruppe um Greg Towers vom University College London. | |
![]() | Wie kann die Akzeptanz für ein HIV-Screening erhöht werden? |
Wie kann die Akzeptanz für ein HIV-Screening erhöht werden? – Eine Frage der Kommunikation! Die CDC (Centers for Disease Control and Prevention) in den USA empfiehlt ein
Routine HIV-Screening in medizinischen Institutionen. In Europa empfehlen wir ein gezielteres Vorgehen. Was ist korrekt? Eine Studie von Douglas A.E. White et. al. befasst sich mit
unterschiedlichen Strategien, den Patienten für ein HIV-Screening zu gewinnen. Es wird angenommen, dass durch eine opt-out Methode die Zustimmung größer ist als bei einer
opt-in Methode. | |
![]() | Mutter infizierte Baby mit HIV - Prozess vertagt |
Weil sie ihr Baby mit dem HI-Virus infiziert hat, ist am Montag eine 42 Jahre alte Frau erneut vor Gericht gestanden. Die Angeklagte leugnet nach wie vor die Existenz der
Immunschwächekrankheit Aids. Der Prozess wurde vertagt. Die Angeklagte ist HIV-positiv, ihr Ehemann starb im Mai 2010 an Aids. Das Paar hat vier Kinder, drei davon sind gesund -
die Mutter hörte bei den Geburten auf die Warnungen der Ärzte und brachte sie per Kaiserschnitt zur Welt. Das vierte Kind, ein mittlerweile fast dreijähriges Mädchen, gebar die
42-Jährige jedoch bei einer Hausgeburt. | |
![]() | RIS bei Tuberkulose-Infizierten |
IRIS bei Tuberkulose-Infizierten – aktivierte NK-Zellen als Puzzlestein für die Diagnostik? Mit dem Beginn einer HIV-Therapie erholt sich das Immunsystem oft sehr rasch. Bei
fortgeschrittener Immunschwäche kann es infolge einer massiven Aktivität des Immunsystems gegen vorhandene Krankheitserreger zum so genannten Immunrekonstitutionssyndroms
(IRIS) kommen. | |
![]() | Management der chronischen Hepatitis B: Ein Update |
Die chronische Hepatitis B ist eine komplexe Infektion mit verschiedenen Phasen (Immuntoleranz, Immunaktivierung/-eliminierung, Inaktives Trägertum, HBe-negative Hepatitis), die
aus dem Zusammenspiel zwischen Virus und Wirt resultieren. Das Therapieziel der chronischen Hepatitis B ist die dauerhafte Suppression der HBV-Replikation, um eine Progression
der Hepatopathie zur Leberzirrhose und hepatozellulären Karzinom zu verhindern. | |
![]() | Kräuter statt Krankenhaus |
In Südafrika protestieren Ärzte gegen den Einfluss der traditionellen Heiler.Rund 80 Prozent der Südafrikaner vertraut auf die Kunst der traditionellen Heiler. Traditionelle Heiler haben
in Südafrika einen beachtlichen Einfluss in der Bevölkerung, mit folgenschweren Nebenwirkungen: Die medizinisch ungeschulten Kräfte empfehlen zum Beispiel Geschlechtsverkehr mit
einer Jungfrau gegen Aids und tragen so zur Ausbreitung von HIV bei. | |
![]() | Eviplera für nicht vorbehandelte Erwachsene mit HIV zugelassen |
Am 28. November 2011 erteilte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung für Eviplera, ein neues Kombinationspräparat bestehend aus Tenofovir, Emtricitabin und
Rilpivirin, zur einmal täglichen Einnahme. Das mittlerweile zweite „Single Tablet Regimen“ von Gilead Sciences ist zugelassen für nicht-vorbehandelte erwachsene Patienten mit einer
Ausgangsviruslast unter 100.000 HIV-RNA-Kopien/ml. Die Markteinführung von Eviplera soll bis spätestens Mitte des ersten Quartals 2012 erfolgen. | |
![]() | Wie Sperma Aids Viren transportiert |
Sperma nimmt Aids-Viren praktisch Huckepack – und erleichtert den Krankheitserregern so, andere Menschen zu infizieren. Die HI-Viren heften sich nämlich
an kleine Protein-Fäden im Sperma und werden von diesem quasi direkt zu ihren Angriffszielen geführt. US-Forscher erhoffen sich nun, Wirkstoffe zu entwickeln, um in einem
Doppelschlag gleichzeitig die Viren anzugreifen und die Protein-Strukturen zu neutralisieren. Die Wirkstoffe könnten dann in Gelen eingesetzt werden, die Frauen beim
Geschlechtsverkehr vor Ansteckung schützen. | |
![]() | Neue Probleme für Afrika |
Sprechen die gängigen Medikamente bei HIV-Infizierten in Afrika sehr viel häufiger nicht mehr an als bislang angenommen? Dieses Ergebnis legt zumindest eine aktuelle Studie von
Wissenschaftlern aus Würzburg, Tansania und Südafrika nahe. Die Auswirkungen dieses Befunds wären gewaltig. Für die Region um den Viktoriasee in Tansania sind die Zahlen
eindeutig: Rund 19 Prozent der Erwachsenen über 25, die sich mit HIV infiziert haben, tragen Viren in ihrem Körper, die gegen die in Afrika gängigen Medikamente resistent sind. | |
![]() | Wie HIV auf dem Frühradar auftaucht – Tarnung aufgedeckt |
Während sich in einem Teil der Immunzellen des Menschen das HI-Virus rasant vermehren kann, bleiben andere Zellen des Immunsystems unbehelligt. Forscher des
Paul-Ehrlich-Instituts konnten nachweisen, wie sich Monozyten vor einer HIV-Infektion schützen. Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem Protein SAMHD1 zu. Über die
Forschungsergebnisse berichtet PLoS Pathogens in seiner Online-Ausgabe. | |
![]() | HIV: Erfolg mit Gentherapie im Tierversuch |
US-Forschern ist es im Tierexperiment gelungen, mit Hilfe einer Gentherapie nach einer einzigen Injektion Mäuse vor einer Infektion mit dem Aids-Erreger HIV zu
schützen. Nach Angaben der Wissenschaftler um Professor David Baltimore aus Pasadena hielt der durch die gentherapeutische Immunprophylaxe hervorgerufene Schutz lebenslang
an. | |
![]() | USA: Nur 50% der HIV-Positiven erhalten regelmäßige Betreuung |
USA: Nur 50 Prozent der HIV-Positiven erhalten regelmäßige Betreuung, nur 28 Prozent unter Nachweisgrenze. Nur gut ein Viertel der HIV-Infizierten in den USA hat eine Viruslast unterhalb der
Nachweisgrenze, nur die Hälfte hat Zugang zu medizinischer Behandlung. Darauf wies die US-Gesundheitsbehörde CDC hin. Die Ziele der Nationalen Aids-Strategie der USA sind
Erhöhung des Zugangs zu medizinischer Behandlung und Therapie, Verbesserung der Ergebnisse der medizinischen Behandlung und Abbau von Ungleichheiten im Gesundheitswesen. | |
![]() | IQWiG sieht Zusatznutzen bei Boceprevir |
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dem Virostatikum Boceprevir (Victrelis®) einen Zusatznutzen für einen Teil der Patienten
mit chronischer Hepatitis C bescheinigt. Vorteile könne das Präparat bei Patienten haben, die noch keine Leberzirrhose haben, teilte das IQWiG mit. Das Institut hatte das Dossier
des Herstellers MSD Sharp und Dohme im Rahmen der frühen Nutzenbewertung für den GBA bewertet. | |
![]() | HIV-Infizierte leben länger - und kränker |
HIV-Infizierte leben heute dank Therapie länger als Infizierte zu Pandemie-Beginn. Die Schattenseite: Dadurch gibt es auch mehr HIV-Patienten mit Komorbiditäten wie KHK und
Diabetes. Die Schweizer HIV-Kohorten-Studie ist ein wichtiges Instrument, wenn es darum geht, die Entwicklung von Morbidität und Altern bei HIV-Infizierten zu beurteilen. Diese
prospektive Beobachtungsstudie wurde bereits 1988 begonnen und erhebt epidemiologische, klinische und labormedizinische Daten von HIV-infizierten Teilnehmern. | |
![]() | EU Zulassung für Emtricitabin/Rilpivirin/Tenofovir |
Gilead Sciences, Inc. hat bekannt gegeben, dass die European Commission die Marktzulassung für Eviplera® (Emtricitabin/Rilpivirin/Tenofovirdisoproxil), ein vollständiges Regime mit
einer einzigen, einmal täglich zu verabreichenden Tablette zur Behandlung der HIV-1-Infektion bei antiretroviral nicht vorbehandelten Erwachsenen mit einer Viruslast von 100.000
HIV-1 RNS-Kopien/ml oder weniger erteilt hat. | |
![]() | AIDS: Studie zu Vaginalgel gestoppt |
Der VOICE-Studie zur Präexpositionsprophylaxe von HIV bei afrikanischen Frauen ist weiterhin kein Glück beschieden. Nachdem im September bereits der Therapiearm
zur oralen Einnahme von Tenofovir wegen fehlender Effektivität abgebrochen wurde, hat sich jetzt auch die Anwendung eines Vaginalgels als unwirksam erwiesen. Ein weiterer
Studienarm mit einer Kombination aus Tenofovir plus Emtricitabin wird fortgesetzt. | |
![]() | Osteoporose: HIV positive Frauen besonders gefährdet |
Seit einigen Jahren mehren sich die Anzeichen, dass Menschen mit einer chronischen HIV-Erkrankung vermehrt Probleme mit Osteoporose haben. Eine neue Studie untersuchte den
Effekt bei den am stärksten gefährdeten Patienten: Frauen nach der Menopause. | |
![]() | Griechen infizieren sich absichtlich mit HIV |
Die Zahl der HIV-Infektionen steigt in Griechenland sprunghaft an. Viele Menschen stecken sich in ihrer Verzweiflung absichtlich mit dem tödlichen Virus an. Denn die staatlichen
Leistungen für Infizierte liegen weit über denen für Arbeitslose. In Griechenland stecken sich offenbar Menschen absichtlich mit dem HI-Virus an, um Sozialhilfe zu erhalten. Das
berichten Ärzte und Seuchenexperten in Athen. Schockierend nennt der Klinikdirektor des Athener Rotkreuz-Krankenhauses und Epidemiologe Marios Lazanas die Entwicklung. |
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